Kein Spiel für schwache Nerven
Denkbar knapp verliert die W14-2 von SCALA in Niendorf mit 38:40
(16:4 | 11:9 | 6:13 | 5:14)
Was für ein Wechselbad der Gefühle! In einem packenden und am Ende dramatischen Spiel vor beeindruckender Kulisse verloren die W14-2 Mädels der SCALA-Longhorns gegen die Niendorf Wildcats.
Aber der Reihe nach. Die Vorzeichen sprachen nicht zwingend für SCALA: in der letzten Saison war man noch deutlich gegen Niendorf unterlegen, entsprechend groß war der Respekt im Vorfeld der Partie. Zudem konnte die Halle erst spät betreten werden, folglich knapp war die Vorbereitung. Und knapp war dann auch der Platz in der Halle. Denn angefeuert von einem lautstarken Unterstützerteam zauberten die Longhorns die wohl beste und dominanteste Halbzeit dieser noch kurzen Saison aufs Parkett. Da passte einfach alles: aufmerksame Defensive, gutes Passspiel, mutige Offensive, Reboundhoheit. Das war einfach ganz starkes Teamplay von SCALA! Völlig verdient ging es mit einem soliden 14-Punkte-Vorsprung in die Halbzeitpause.
All das, was die Longhorns zuvor noch so klasse umgesetzt hatten, schien zum Start in die zweite Halbzeit jedoch wie weggeblasen. Ein 12:0-Lauf der Gastgeberinnen pulverisierte den soliden Vorsprung im Nu. Das Spiel war wieder völlig offen. Es dauerte in diesem dritten Viertel bis zur 7. Spielminute ehe sich SCALA wieder aufrappelte und zurückfand in die Begegnung. Nun mit einem eigenen 5:0-Lauf konternd, sicherte man sich eine 33:26-Führung zum Start in den letzten Spielabschnitt. Die Nervosität auf beiden Seiten des Feldes war nun spürbar. Nach 3 gespielten Minuten im letzten Viertel wechselte dann das erste Mal in diesem Spiel die Führung zugunsten der Wildcats. Der Anschluss aus SCALA-Sicht zum 38:40 fiel in der 5. Spielminute dieses letzten Spielabschnittes – ausreichend Zeit also, um hier noch einen positiven Abschluss zu erzwingen. Es blieben jedoch insgesamt punktlose 5 Minuten, die auf beiden Seiten von einer enormen Intensität und nun doch hoher Fehlerquote geprägt waren. Die Möglichkeiten, diese Partie dennoch für sich zu entscheiden waren da, alleine das Glück fehlte. So sicherte sich Niendorf den knappen Vorsprung und letztlich den Sieg in einem emotionalen Spiel.
Tobias Görlich




