Dec 112017
 

Die erfreuliche Erkenntnis war, dass Benita zurück ist. Nach 3 Spielen Durststrecke zeigte sich Benita glänzend aufgelegt und erzielte 30 Treffer; davon allein 20 bis zur Halbzeit. Spätestens jetzt hätte sie mehr Unterstützung vom Team gebraucht. Die kam gestern aber nur von Ilka und Jule, die sich mit 15 und 11 Treffern zweistellig eintragen konnten. Beim Gegner in Ahrensburg standen Merle mit Louisa Moritz, Fabienne und Muska gleich drei Mitspielerinnen zur Seite, die ordentlich scoren wollten (2 x 14 und 10 Punkte).

Vielleicht machte das den kleinen Unterschied zum 78:83 aus. Es waren aber auch wieder viele liegen gelassene 100%ige (z.B. gleich die beiden ersten Versuche) und diverse Fehlpässe, mit denen wir uns selbst immer wieder Steine in den Weg legten.

25:20 stand es nach dem ersten Viertel; viel Tempo und hohe Intensität. Bis zur 13. Minute war alles gut. Dann gab es bei uns den wohl spielentscheidenden Knick: Bis zur 20. Minute punktete nur Benita und der Gegner konnte sich mit 11 Punkten absetzen. Zwar verringerten wir den Rückstand noch um 4 Punkte auf den HZ-Stand von 47:54, doch die Führung konnten wir uns danach nicht wiederholen. 22:34 im zweiten Viertel waren zu viele Punkte beim Gegner. In diesem Viertel stimmte die Defense gar nicht.

Das junge Ahrensburger Team, ohnehin im Lauf mit 4 Siegen in den letzten Spielen, war nun richtig heiß und wollte nicht nur ein gutes Spiel, sondern auch die Punkte. Die Mädels aus dem Nordosten zeigten mehr Ge- und Entschlossenheit und immer, wenn wir dran waren, legten sie wieder 1-2 Körbe nach. So reichte es auch mit dem gewonnenen letzten Viertel (19:16) nicht für den Sieg.

Ein bisschen spiegelt sich in unseren Spielen die derzeitige Trainingssituation wieder. Trotz vollen Kaders reisten wir auch nur mit 9 an und finden immer nur phasenweise zum erfolgreichen Zusammenspiel.

Für Benita kommt die Spielpause über Weihnachten zur Unzeit, dem Rest des Teams und mir tut sie möglicherweise ganz gut. Und noch ein Satz zum Schiedsrichtergespann. Hier waren wir Trainer uns einig: Es waren mit Abstand die schlechtesten Akteure auf dem Feld, die keine Linie fanden und diverse krasse Fehlentscheidungen trafen. Schade für ein ansonsten spannendes Spiel auf gutem Level.

Es spielten: Krissi, Laima, Benita, Vera, Ilka, Jule, Astrid, Frauke und Carola.

Dec 042017
 

Wenn es danach ginge, hätten wir große Chancen auf den Sieg gehabt. Leider geht es aber um die Gesamtheit aller Spielaufgaben, und diese meisterten die Frauen der BG West – zumindest im letzten Viertel – besser als wir. 17:14, 12:19 und 14:13, so sahen die ersten 3 Spielphasen aus unserer Sicht aus. Wir waren 3 Punkte tief und alles war möglich. Leider trafen wir nun nicht mehr, am Brett haben wir ohnehin wenig verwandelt, dafür schickten wir den Gegner allein im Schlussviertel 7x für einen Doppelpack an die Linie. Und auch wenn die Quote nicht überzeugend war, 23 verwandelte Freiwürfe im Vergleich zu den 8 auf unserer Seite machten schon mehr als die Differenz des Ergebnisses aus. 52:62 stand es zum Schluss. Es war trotzdem eines unserer besseren Spiele. Die bisherigen Topscorerinnen der BG West hatten wir ganz gut im Griff, dafür sprang dieses Mal Rike Noll mit 18 Punkten in die Bresche (bisher im Schnitt 4,5 Punkte pro Spiel). Etwas zu viele Fouls gab es auf unserer Seite und mit mageren 52 Punkten wird es gegen einen sehr erfahrenen und schlau agierenden Gegner dann eben schwer. Die Punkte gingen insoweit verdientermaßen in den Westen Hamburgs, und bis zum Rückspiel haben wir unsere Hausaufgaben zu machen. Der zweite Platz wurde trotzdem gehalten, da momentan jeder jeden schlägt. Es bleibt spannend im Feld, in der Spitze wird sich BG West m.E. durchsetzen und am Tabellenende wird es für Rostock schwer werden.

Es spielten: Lewke, Janine, Laima, Benita, Mona, Lilly, Vera, Ilka, Jule, Astrid und Carola.

Nov 272017
 

Ich warte immer noch auf ein Spiel, das nicht nur erfolgreich beendet, sondern auch richtig gut gestaltet und gespielt wird. Auch beim ETV gelang das nicht. Müde Viertel mit aus unserer Sicht 17:13 und 7(!):13 Ergebnissen konnten weder Zuschauer noch uns zufrieden stellen. Erst nach der Pause gelang es, in der Defense viel mehr Druck aufzubauen, welches auch den Push für die Offense brachte: 19:3. Damit stand es vor den letzten 10 Minuten 43:29, was leider dazu führte, dass wir es im letzten Durchgang dann wieder etwas schleifen ließen. Schade – einem Spiel, dem wir nach dem guten 3. Viertel hätten unsere Duftmarke aufdrücken können, verpassten wir nur einen mauen Ausklang (11:14) zum 54:43. Das Pferd, das nur so hoch springt wie es muss, begeistert mich im Moment nicht.

Schön und tatsächlich hilfreich war Lillys (spielt mit Priorität im zweiten Team) erster Einsatz in dieser Saison bei uns.

Es spielten: Janine, Benita, Mona, Emily, Lilly, Vera, Ilka, Jule, Astrid und Frauke.

Nov 192017
 

… das ist mit lieber und tut vor allen Dingen nach dem verkackten letzten Viertel in Rendsburg gut. Wir können es also noch. Aber es war ein hartes Stück Arbeit. Die Lüneburger Mädels spielen super schnell, das haben sie immer schon, aber sie lassen nicht mehr so viel liegen. Überhaupt sind die Teams der Liga sehr viel dichter zusammen gerückt. Gab es in den letzten Jahren eine deutliche Zwei- oder sogar Dreiteilung, kann man in dieser Saison guten Gewissens sagen, dass (fast) alles möglich ist. Zwar glaube ich, dass zum Ende der Spielzeit die drei Verdächtigen an der Tabellenspitze stehen werden – doch, wer weiß?

Zurück zum Spiel in Lüneburg in der tollen Sportanlage am Kreideberg: Die ersten Punkte erzielte wieder der Gegner. Dann entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Kein Team führte bis zur 37. Minute mit mehr als 5 Punkten; wir Anfang des 3. Viertels, Lüneburg gegen Ende dieses Viertels. 4 Minuten vor Schluss lagen wir erstmals mit 8 vorne, in der 39. Minute dann noch einmal; beim Schlusspfiff waren es 5 Punkte vor zum 64:59. Etwas Irritationen gab es bzgl. eines auf der falschen Seite eingetragenen Dreiers von Annika Schröder. Die beiden sehr guten Schiedsrichter Holzmann und Kottek klärten dieses in der Halbzeitpause und korrigierten zum 30:30 Halbzeitstand (3 Punkte bei uns abgezogen und 3 Punkte für Lüneburg hinzugerechnet). Aber wir ließen uns von diesem Malheur weniger irritieren als der Gegner und konzentrierten uns auf unseren Job. – Well done!

Es spielten: Lewke, Laima, Benita, Mona, Emily, Vera, Ilka, Jule, Astrid, Frauke und Carola.

Nov 122017
 

Bevor ich über das letzte Spiel in Rendsburg berichte, wollte ich lieber eine Nacht darüber schlafen. Der wollte aber nicht kommen. Was mir den Schlaf raubte, waren nicht die in Rendsburg gelassenen Punkte. Die Suns haben ein gut besetztes Team, sie standen schon in der vergangenen Saison nicht ohne Grund ganz oben mit in der Tabelle. Es ist keine Schande zu verlieren und sicher gar nicht, gegen einen mit Herz kämpfenden Gegner. Was mir zu schaffen macht, war das letzte Viertel, in dem wir uns haben verfrühstücken lassen.

Von Anfang an war es nicht das niveauvolle Spitzenspiel, das es hätte sein können, wenn die beiden oben Platzierten gegeneinander antreten. Den ersten Korb machten die Suns, bevor wir in der 5. Minute dann auch erstmals trafen. Rendsburgs zweiter Treffer ging in der 8. Minute durch die Reuse und so plätscherte das Spiel bis zum 10:8 Viertelstand. Das zweite Viertel war unser bestes, wir gewannen dieses mit 16:9. In dieser Phase hatte Benita ihren Lauf und erzielte 8 ihrer 13 Punkte. Führung in der 16. Minute 24:10. Und statt nun weiter auszubauen, ließen wir die Suns bis zur Halbzeit auf 9 Punkte herankommen (26:17). Eine maue Zwischenbilanz, und so ging es auch im 3. Viertel weiter (12:12). Auf beiden Seiten fiel nicht viel.

Und dann ging es in die Entscheidung. Wir waren nur 9 Punkte vor, und da weiß der Gegner, dass noch alles drin ist. Marlene Boll zündete den Turbo und führte ihr Team zu einem 30:13-Lauf und damit zum Sieg. Sie machte alleine 20 ihrer 26 Punkte in den letzten 10 Minuten. Von Verteidigung konnte man nicht sprechen, es war eher Geleitschutz (ich glaube, das hatten wir schon einmal). Auf unserer Seite bot in dieser Phase nur Vera ansatzweise Paroli, die nun 9 ihrer 13 Punkte erzielte. Es war nicht nur die schwache Defense und die miserable Verwertung, die uns den Sieg gekostet hat, wir haben uns wie die Anfänger überlaufen lassen, ein ums andere Mal.

Ich hoffe, dass uns dieses letzte Viertel wieder in die Spur zurück bringt. Vielleicht sind wir zu lange ohne Spielverlust vom Platz gegangen in der Überzeugung, es wird schon irgendwie wieder klappen, irgendwer wird schon seinen guten Tag erwischen. So war es in der Vergangenheit ja auch immer. Gestern hatte niemand seinen guten Tag, ausgenommen phasenweise Benita und Mona und Vera in der Schlussphase. Das war dieses Mal nicht genug.

Nov 062017
 

… weil einfach nichts reinfiel. Dann kann sich der Gegner bequem zurückziehen und auf den Defensivrebound warten. Heute hat es lange gedauert, bis wir uns taktisch auf unsere heute schlechte Quote eingestellt hatten. Fast zu lange. Im dritten Viertel klappte es dann häufig und zum Ende des vierten Viertels fielen dann auch die Distanzwürfe endlich in die Reuse. Gut war hingegen die Verteidigung der Harburger Centerin. Viel ist darüber hinaus nicht zu diesem Spiel zu sagen; außer vielleicht zu Krissi, die beginnend mit der 27. Minute dann noch 17 Punkte erzielte. Was hätte sein können, hätten Krissi und alle Mitspielerinnen bereits früher schneller, wacher und konsequenter gespielt.

Hätte, hätte, Fahrradkette. So nehmen wir die 2 Punkte mit nach Hause (59:44) und wissen, dass wir am nächsten Wochenende in Rendsburg mehr anbieten müssen. Ich freu mich drauf.

Es spielten: Lewke (2, 2:2), Krissi (17, 2x3er, 3:3), Laima (2, 2:3), Benita (11, 3:4), Mona, Vera (5, 1x3er), Ilka (7, 1x3er), Jule (4), Astrid (9, 3:3), Frauke (2) und Carola.

Oct 302017
 

Ich wiederhole mich: Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Bis zur 32. Minute war es ein Spiel auf Augenhöhe. Der Endstand deutet schon auf viel Tempo hin und so war es: schnell, anstrengend und für die Zuschauer eines der besseren Darbietungen. Hieran hatten unsere jungen Gäste aus Wedel erheblichen Anteil. Mit dem Zugang von weiteren jungen Spielerinnen zeigten sich die Rister im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert und verlangten uns alles ab.

Der bessere Start ins Spiel gelang den Gästen, die bis zur 6. Minute führten. Dann aber legten wir einen 11:0-Lauf hin und führten zur ersten Viertelzeit mit 8. So ging es zu Anfang des 2. Viertels weiter bis zum 30:18. Aber die Wedelerinnen kämpften weiter, ließen nie den Kopf hängen; Halbzeitstand 46:33. Das dritte Viertel konnten sie mit 20:20 sogar ausgeglichen gestalten. Bis zur 32. Minute blieben sie auf Tuchfühlung, bis wir uns dann deutlich zum 92:62 absetzen konnten.

Auch die Wedeler haben ein ausgeglichenes Team, das zeigt die Punkteverteilung auf beiden Seiten, und schaffen es, durchgehend 5 flinke Mädels auf das Feld zu stellen. Das schafft durchaus Probleme in der Defense. Und darüber hinaus machen sie 40 Minuten Druck auf den Angriff, was nicht jede Spielerin mag. Aber auch wir lieben das schnelle Spiel, auch wenn unser Altersschnitt weiter über dem des Gegners liegt. Und wir können natürlich viel Erfahrung und Spielkompetenz einbringen, was uns im Moment noch vorne sein lässt. Und gerade unsere Jungen – Krissi, Benita und Mona – haben sich ebenfalls prächtig präsentiert. Die Mischung mit den Älteren ist grundsätzlich nicht immer leicht; bei uns klappt es aus meiner Sicht sehr gut.

Ein toller Kampf mit dem verdienten Sieg, wenn vielleicht auch nicht in dieser Höhe.

Es spielten: Lewke, Krissi (16, 2:2), Janine (4), Mona (15, 3:4), Benita (18, 4:6), Kristina (4), Vera (4, 2:2), Ilka (9, 1:1), Jule (4), Astrid auch wieder eine “Bank” (18, 1x3er, 3:3) und Frauke.

Oct 152017
 

Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Wir haben uns zu Anfang richtig schwer getan. Es ging nichts, aber auch wirklich kein Wurf in den Korb. Egal von welcher Position, egal wer warf – alles war daneben. Offensiv-Rebound war woanders. Der Gegner machte 17 Punkte, gut verteilt auf 5 Spielerinnen. Spielstand 10:17 nach dem ersten Viertel. Es gab nichts zu beschönigen, weder vorne noch hinten lief es.

Das zweite Viertel wurde immerhin gewonnen zum Halbzeitstand von 27:31; wir waren immer noch tief. Aber dann lief es nach dem Seiten- und Korbwechsel besser: 20:12 und 25:3. Das Ergebnis von 72:46 war schmeichelhaft. Ich muss meinen Frauen aber zugute halten, dass sie sich in ein solches Spiel hineinarbeiten können, schlau spielen, wenn es drauf ankommt, und in den letzten 20 Minuten wirklich schöne Passkombinationen gezeigt haben. Und die Bälle fielen dann auch durch die Reuse! Ohne geht’s nicht.

Heute waren wir nur zu acht, weil 4 wg. Krankheit, Urlaub und Dienstreise fehlten. Unsere Zweite spielte zeitgleich in Hamburg.

Hier die Statistik: Lewke (2), Krissi (9, 1:2), Janine (5, 1:4) mit tollen Assists, Benita (15, 1:4) mit späterem hübschen Zusammenspiel mit Astrid (25, 1x3er, 2:2), Vera (7, 1:3), Ilka (2, 2:2) und Frauke (7, 1:2).

Oct 092017
 

Unsere Vorbereitung war dieses Jahr mittelprächtig, bedingt durch diverse Abwesenheiten der Spielerinnen – auch zum Hoppers Cup – und meinen langen Urlaub bis zum 20. September. Den Hoppers Cup konnten wir nur bestreiten mit Unterstützung von Marina aus unserer Dritten und von Pia, einer Ehemaligen. Unsere Zweite war zeitgleich auf einem anderen Vorbereitungsturnier, sodass von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten war. Ohne Marina und Pia hätten wir absagen müssen, da der Samstag zu dünn besetzt gewesen wäre. Aber mein “yearly Coach für den Hoppers Cup” Thomas hat das Beste herausgeholt und den Turniersieg mit dem Team erspielt.

Im Vorfeld hatte es darüber hinaus 2 Trainingsspiele gegen das Oberligateam des HSV gegeben, ein Spiel gegen Kiel kam leider nicht zu Stande, da keine Mannschaft ausreichende Anzahl an Spielerinnen für die Fahrt zur jeweils anderen Stadt aufbieten konnte. Entsprechend holprig gestaltete sich das erste Saisonspiele gegen die 1. Frauen der BG Baskets aus Harburg.

17:22 stand es nach den ersten 10 Minuten. Beim Gegner landeten viele Bälle im Netz, auch zwei Kabinettstücke von Ina, die sonst die Harlems zeigen. Aber die Harburger Mannschaft war dünn besetzt angereist (nur 7 Spielerinnen) und so mussten wir weiter Tempo gehen, Druck machen und Geduld haben. Wir waren komplett besetzt (nur Jule noch im Urlaub) und konnten wechseln.

Bereits das zweite Viertel konnten wir gewinnen (17:12), allerdings war die Führung zur HZ noch dünn mit 34:30. Danach gab es einen 7:0-Lauf und endlich eine 2-stellige Führung. Dieses dritte Viertel war entscheidend und wurde mit 31:10 gestaltet. Im letzten Viertel konnten wir es dann etwas auslaufen lassen. Der Gegner war nun “platt”, erzielte nur noch 1 Feldkorb und vergab 8 von 10 Freiwürfen; Endstand 70:44.

Um ein ähnlich gutes Ergebnis wie in der letzten Saison zu erreichen (1. Platz mit nur einer Niederlage), müssen wir uns noch deutlich steigern. Ich baue auf bessere Trainingspräsenz und Zugewinn in Bezug auf Praxis von Spiel zu Spiel.

Es spielten: Lewke, Krissi (7, 1x3er), Janine (5, 1x3er), Laima, Benita (11, 3:4), Mona (4, 2:2), Emily (7, 1x3er), Vera (12, 1x3er, 1:1), Ilka (16, 1x3er, 1:3), Astrid (8, 2:2), Frauke und Carola.

Mar 062017
 

Von der 35. bis zur 38. Minute dominierte Astrid das Spielgeschehen und drehte fast im Alleingang, nur von einem Freiwurf Jojos und einem Korb der Rendsburgerin Barbara Leibfarth unterbrochen, das Spiel von einem 10-Punkte-Rückstand zum Ausgleich. Dankbar nahmen Janine, Jojo und Benita die Initiative auf und netzten ebenfalls ein. Der Gegner schien das erste Mal konsterniert und hatte außer einem Dreier in der letzten Minute von Emily Smith-Sievers nichts mehr entgegen zu setzen. Dieser war dann reine Ergebniskorrektur auf 55:52 für SCAL. Aber der Reihe nach!

Wir fuhren mit kleiner Truppe (davon zwei noch geschwächt von abgeschlossener Antibiotikaeinnahme) nach Rendsburg und hatten gehörigen Respekt vor dem Aufsteiger, der uns bereits im Hinspiel in eigener Halle alles abverlangt hatte. Die Statistik zeigt eine ausgeglichene Punkteverteilung, die jungen Rendsburgerinnen spielen schnell und gut zusammen. Gestern fielen auch die Bälle in die heimischen Körbe; bei uns leider von der 3. bis zur 7. Minute nicht, sodass wir schnell in Rückstand gerieten, bis uns Jule, die trotz überstandener Krankheit ein feines Spiel machte, mit einem Dreier wieder bis auf 5 heranbrachte. Und so war der folgende Spielverlauf eigentlich konstant bis zur 35. Minute: die Rendsburgerinnen legten vor, meist 5-7 Punkte, und wir kamen wieder heran; in der 13. und 15. Minute jeweils bis zum Ausgleich.

Die höchste Führung erzielten die Rendsburgerinnen mit 2 Freiwürfen durch Marlene Boll in der 35. Minute, bis siehe oben ….

Basis für den zugegebenermaßen glücklichen Sieg war neben Astrids traumhafter Quote in der Crunchtime die wache und aggressive Defense, die leider nicht über die gesamte Spielzeit abgerufen wurde. Der Gegner ist nicht gerade für 3-Punkt-Würfe bekannt und traf gegen uns gestern allein 8x von jenseits der Linie. Und auch die Trefferquoten – Jule einmal ausgenommen – waren nicht top. Krissis Konzentration vermuteten wir noch auf der Skipiste. Sie hatte viele tolle Aktionen, die leider nur zweimal zum Erfolg führten.

Wir hätten uns gestern nicht beschweren können, wenn wir die Punkte in Rendsburg gelassen hätten. Dem Aufsteiger gehört die Zukunft, die Mädels haben super gespielt. Aber wir stehen nicht umsonst an der Tabellenspitze. Und so bin ich auch ein bisschen stolz, dass meine Frauen das Spiel drehen konnten und einen Arbeitssieg daraus machten. Unsere Erfahrung, die den jungen Rendsburgerinnen für diese Spielsituationen noch fehlt, hat uns sicher geholfen.

Erfolgreich waren für SCAL: Krissi (4), Janine (4), Benita (4), Jojo (5, 1:2), Jule (14, 1x3er, 1:1), Astrid (20, 4x3er), Frauke (2, 2:2) und Carola (2).