Gunnar Kempke

Apr 182012
 

Aufgrund der eher ungewöhnlichen Spielansetzung, an einem Dienstagabend (!!!), mussten die OLD BOYS zähneknirschend massive Personalengpässe hinnehmen. Von einem ursprünglich immerhin noch aus 10 spielbereiten OLD BOYS bestehendem Team blieb letztlich, bedingt sowohl durch kurzfristige, berufliche Verpflichtungen als auch durch einen ebenso kurzfristigen, niederstreckenden Magen-Darm-Virus, ein Grüppchen von nur 7 OLD BOYS übrig. Diese sollten es mit dem zu neunt, fast vollständig auflaufenden Team von Post SV aufnehmen. Obwohl der Ausgang der Begegnung für beide Teams für die jeweilige Tabellenplatzierung rechnerisch ohne Belang war, ging es aus Sicht der OLD BOYS immerhin darum, die Saison ohne eine einzige Niederlage abzuschließen.

1. Viertel: Axel H. schickt den Ball in Richtung Postkorb. Thomas J. begutachtet die Wurfsendung.

1. Viertel: Axel H. schickt den Ball in Richtung Postkorb. Thomas J. begutachtet die Wurfsendung.

Coach Volker K. entschied sich für eine Mannverteidigung. Unter besonderer Berücksichtigung der beiden litauischen Wurfwunder von Post SV (aus dem knappen Hinspiel  noch in schmerzlicher Erinnerung), wurden die Spieler zugeteilt. Dabei kam es zu Beginn zu einem kuriosen Mismatch, da für Stephan “Papi” M. kein Gegenspieler in passender XXL-Größe auf dem Feld verfügbar war; und dass er mal gegen einen Guard verteidigen muss, ist eher selten und hatte fast etwas slapstick-artiges.

Im 1. Viertel erwischte Post SV auch in dieser Begegnung den deutlich besseren Start; natürlich (nicht verwunderlich) durch die oben erwähnten beiden Wurftalente. Alleine Nr. 11 sorgte am Ende mit 28 Punkten für ca. 53% der Postpunkte. Den OLD BOYS gelang zunächst recht wenig. Gegen die gegnerische, klassische Zonenverteidigung kam man zwar zu aussichtsreichen Würfen; allerdings schien der Postkorb geradezu wie zugenagelt. Nach 5 Minuten lagen die OLD BOYS bereits mit 4:11 hinten, so dass man den Eindruck gewinnen konnte, dass die Jungs in Gelb den alten und neuen Ü35-Meister aus dem Alstertal erneut massiv ärgern wollten. Erst zum Ende des Viertels gelang es den OLD BOYS langsam zu ihrer üblichen Form zu finden. Zum Viertelgewinn reichte es jedoch nicht mehr.
Richtig ins Spiel kamen die alten Jungs vom SCAL erst im 2. Viertel. Eine Reihe von überragenden Steals mit sehenswerten Fastbreaks führten schließlich zum Ausgleich, und die “Glorreichen Sieben” erkämpften bis zur Halbzeitpause eine 31:25-Führung.
Post SV stellte zu Beginn des 3. Viertels auf eine “Box-and-One” um. Man hatte offenbar den inzwischen zur Hochform aufgelaufenen Daniel C. als störendsten Spieler identifiziert, und ordnete ihm einen ständigen Begleiter zu. Während Daniel mit seinem Escortservice über das Spielfeld promenierte, arbeiteten alle anderen OLD BOYS am weiteren Ausbau der Führung. Ab-und-an gelang es, Daniel von seinem Satelliten zu trennen, so dass auch er weiterhin erfolgreich ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Zum Ende dieses Viertels konnte der Vorsprung auf schon beruhigendere 12 Punkte ausgebaut werden.
Auch das 4. Viertel verlief ähnlich; die aggressiv umgesetzte Mannverteidigung, erneut eine Reihe von Steals und ansehnlich vorgetragene Fast-Breaks führten zu einem weiteren Ausbau der Führung.
Den (im wahrsten Sinne des Wortes) Schlusspunkt des Spieles, und somit auch der gesamten Saison, setzte dann Thomas J. mit einem wahrlich spektakulären 3-Punkte-Buzzer-Beater; abgefeuert von der Mittellinie. Nach einer Flugdauer von gefühlten 5 Minuten, zwischenzeitlich begleitet von der Schlusssirene, schluckte ihn die gegnerische Reuse; und wurde dann sogar von beiden Teams mit Applaus belohnt. Thomas wird auf Anfrage gerne einen Vortrag über dieses Wurferlebnis halten.

Endstand damit für die OLD BOYS: 78:53.

Alle Viertelergebnisse aus Sicht der OLD BOYS im Überblick: 9:11, 22:14, 23:17, 24:11.

Die Glorreichen Sieben“: Daniel C. (23, 1/1, 3F), Thomas J. (17, 5/7, 2x3er, 0F), Gunnar K. (12, 2x3er, 0F), Dirk A. (10, 2x3er, 0F), Volker K. (10, 2/2, 3F, Coach), Stephan M. (5, 3/6, 1F), Axel H. (1, 1/2, 3F).

So wurde das Spiel von Post SV gesehen: Klick hier.

Damit blicken die OLD BOYS auf eine Saison zurück, die erneut einen Haufen Spaß gebracht hat, anfangs gekennzeichnet durch einige mühevolle Siege, jedoch wurde letztlich ohne eine einzige Niederlage der Ü35-Meistertitel grandios verteidigt (Endabrechnung: 914:639 Korbpunkte).
Die Vorbereitung für die Operation “Titelverteidigung 2012/2013” beginnt bereits am kommenden Freitag … pünktlich um 19:00 … im Erdkampsweg.

Apr 072012
 

Bericht von Mutlu Güven:

Bevor ich zum eigentlichen Bericht komme, möchte ich daran erinnern, dass dieses Spiel gegen den Bramfelder SV, ein Auswärtsspiel war, obwohl es in der TALA stattfand.

1. Viertel:
Nach einem schnellen Start fielen gleich die ersten Körbe; auf beiden Seiten. Doch genauso schnell bekamen wir die ersten Fouls, weil die Gegner aber auch klein waren. Aber die Gegner kamen mit unseren Fast Breaks und unserer physischen Überlegenheit im Angriff nicht zurecht.
Zwischenstand aus unserer Sicht: 21:14

2. Viertel:
Ab dann haben wir einen Gang heruntergeschaltet. Anfangs hielten wir die Defense stramm und ließen nicht viel durch. Richtung Ende fing es dann doch wieder mit den Fouls an. Die ersten von uns hatten schon zwei oder mehr Fouls.
Zwischenstand aus SCAL-Sicht: 34:23

3. Viertel:
Jetzt waren wir in der Offense wieder auf Hochtouren. Wir mussten anfangen, mit den Fouls vorsichtiger zu sein. Die Gegner konnten also ihre Agilität voll ausnutzen. Doch nachdem Emmanuel einen Spin-Move Lay-Up, Nicki einen Fade-Away und Gianluca einen Dunk hinlegte, waren die Gegner “leicht” eingeschüchtert.
Zwischenstand für uns: 60:44

4. Viertel:
Bei den Gegnern ging jetzt gar nichts mehr. Wir konnten immer abschließen, auch wenn wir nicht immer trafen. Die Gegner konnten nur neun Punkte machen. Fabi machte zwischendurch noch einen 3-er rein. Min-Sae beendete das Spiel mit einem Alley-Oop Korbleger.
Endstand für SCAL: 93:53 !

Spieler Punkte Spezialität
Emmanuel 22 Spin-Move Lay-Up
Fabi 10 3-er
Nicki 8 Fade-Away
Min-Sae 9 Alley-Oop
Freddy 5 Viele Assists
Mutlu 8 Hook-Shot
Gianluca 20 Dunk
Tom 7 Saubere Würfe
Hermann 4 Rebound
Mar 262012
 

Wollte da etwa jemand den OLD BOYS Steine auf den Weg zur Titelverteidigung legen?
Aber weder die Umstellung auf die Sommerzeit, noch die Vollsperrung der A7 konnte an diesem Wochenende verhindern, dass die Reisegruppe der OLD BOYS vom Alstertal rechtzeitig hoch oben in den Harburger Bergen eintraf, um dort das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen mit dem anderen Meisterschaftskandidaten SGHB2 zu bestreiten.

20120325_SGHBvsSCAL

OLD-BOYS-Defense in Bedrängnis

Man nahm sowohl die ursprünglich prognostizierten Stauwarnungen als auch den überaus wurfstarken Gegner sehr ernst, plante reichlich Pufferzeit ein, und hatte sogar noch 3 Backup-Spieler dabei. Diese konnten im Falle von unerwarteter Sommerzeitumstellungsresistenz, akuter A7-Verstopfung oder vorzeitiger Spontanverletzung die anwesenden OLD BOYS durchaus wieder auf 12 vervollständigen. SGHB2 trat hingegen zu diesem Spitzenspiel recht mutig mit nur 7 Mann an, während die OLD BOYS eigentlich eine Liste von SGHB-Spielern erwarteten, die sich wie ein Auszug aus dem Who-is-who des norddeutschen Basketballs liest. Auf diese Weise waren also die Jungs aus dem Alstertal schon mal zahlenmäßig überlegen.

Zu Beginn der Begegnung schickte das Trainerkollektiv die OLD BOYS mit dem Auftrag zur aggressiven Manndeckung auf den Platz; selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung der wurfstarken Nr. 17 (Wolter), die in einer Art Rotationsprinzip die bissigsten OLD-BOYS-Defender zugeordnet bekam … echte Verteidigungskletten, die sich quasi festkrallen, als ständiger, wenn auch ungeliebter Begleiter, und dem Gegner weder den Ball noch die freie Sicht auf den Korb gönnen. Allerdings ausgerechnet die Nr. 17 brachte SGHB bedrückenderweise gleich zu Beginn in Führung. Die besprochene Verteidigungs- und Angriffstaktik kam jedoch ab der 4. Minute richtig in Schwung. Die OLD BOYS gingen zu diesem Zeitpunkt erstmalig in Führung, und gaben diese bis zur Schlusssirene nicht mehr her. Nr. 17 war unter Kontrolle, und musste sich am Ende mit lediglich 4 Punkten zufrieden geben. Auf der anderen Seite wurden dadurch die beiden Vertreter der Von-Loßberg-Basketball-Dynastie etwas vernachlässigt. Merke: die Rückennummer 0 lässt nicht auf die Wurfqualitäten schließen. Die beiden sorgten am Ende für fast die Hälfte der SGHB-Punkte.
Bereits im 2. Viertel begannen die OLD BOYS sich regelmäßig durchzuwechseln; denn jeder wollte den einen oder anderen Punkt zum Endergebnis beitragen.
Mit einem einigermaßen entspannten 39:25 ging es in die Halbzeitpause.
Das 3. Viertel entpuppte sich in der Nachbetrachtung als Schlüsselviertel für den deutlichen Sieg. Den OLD BOYS gelang zwischen der 2. und 7. Minute gar ein 17:0-Lauf, und kurz vor Ende dieses Viertels leuchtete von der Anzeigetafel sogar eine 33-Punkte-Führung (62:29).
Im abschließenden 4. Viertel wollte das Trainergespann eine Ganzfeldzonenpresse genießen, die den Gegner zunächst ganz offenbar auch überraschte, und infolgedessen zu mehreren Steals hintereinander führte. Letztlich wurde das Viertel jedoch trotzdem verloren; hatte man doch offenbar inzwischen mehr Augen auf die Kiste mit den Kaltgetränken geworfen als auf den Gegner.
Endstand: 77:51. Damit haben die OLD BOYS bereits jetzt, mit einer bisher makellosen Leistung, vorzeitig den Ü35-Meistertitel verteidigt, und können dem noch ausstehenden Spiel gegen Post SV am 17.04.2012 ganz entspannt entgegen sehen. Aber auch diese allerletzte Partie soll professionell „nach Hause gefahren“ werden.

Alle Viertelergebnisse aus Sicht der OLD BOYS im Überblick: 20:12, 19:13, 25:10, 13:16.

OLD-BOYS in der Arena (alle haben gepunktet … und gefoult): Dirk P. (22, 2/3, 1F), Götz P. (11, 3/4, 1F), Malte S. (10, 3F), Daniel C. (8, 3F), Gunnar K. (6, 1F), Hubi Ö. (6, 5F), Holger M. (4, 0/2, 3F), Oliver R. (3, 1/4, 1F), Alec F. (2, 2F), Stephan M. (2, 3F), Ulises S. (2, 3F, Coach), Volker K. (1, 1/2, 1F, Ass. Coach) sowie Dirk A. (Ass. Coach), Martin T. (Ass. Coach), Thomas J. (Ass. Coach).

20120325_SCALOldBoys_MeisterTrunk

Rekordmeister SCAL OLD BOYS beim sicherlich alkoholfreien Meistertrunk.

Mar 122012
 

Ü35-Spielansetzung mitten in den Hamburger Ferien … da kommt es zwangsläufig zu Personalengpässen. Dies hieß für die OLD BOYS, sowohl auf die Wurfmaschine Götz P. als auch auf den Kampfturm Stephan „Papi“ M. verzichten zu müssen.

Flugstunde mit Dirk P.

Flugstunde mit Dirk P.

Zu Gast in diesem letzten Heimspiel der Saison war das Team vom HTB. Treue Leser werden sich erinnern, dass sich das Hinspiel als „schwieriger Ritt durch’s Marienthal“ gestaltete. Auf der heimischen Lüttkoppel sollte es diesmal im Galopp zum Sieg gehen.

Und so ging es auch tatsächlich im 1. Viertel los. Präzisionsschütze Olli R. eröffnete gleich mit einem recht flotten Dreier. Offenbar beeindruckt von diesem Start, übernahmen die Jungs vom HTB bis zum 9:0 lediglich die Zuschauerrolle. Erst ab der 5. Minute griffen auch sie ins Spielgeschehen ein. Die OLD BOYS, wahrscheinlich noch immer die Klänge der von den 1. Herren aufgelegten Warm-Up-Music sowohl im Ohr, in den Beinen als auch in den Wurfarmen, kamen nun erst richtig in ihren Rhythmus. Frühes Stören mit einer Zonenpresse und fix vorgetragene Angriffe mit passabel klugem Passspiel brachten die fast vollbesetzten Ränge immer wieder zum Jubeln. Dieses 1. Viertel konnten die OLD BOYS schließlich mit einem recht deutlichen 22:11 für sich verbuchen.

Mit dieser Führung auf dem Punktekonto bot sich für Coach Ulises S. wieder einmal Raum für taktische Experimente mit häufig wechselnder Besetzung im Verlaufe der restlichen drei Viertel. Es wurden verschiedene Zonen- und Zonenpressverteidigungen mit jeweiligen Variationen geprobt, und sogar eine Portion Manndeckung war zwischenzeitlich zu erkennen. Nicht alles davon lief perfekt rund; ließ man doch letztlich den gegnerischen Spieler Nr. 12 sogar über ein Viertel der gesamten HTB-Punkte machen.
Mit Ausnahme einer kurzen Leistungsverwerfung im 2. Viertel, in Form eines 9:0-Sweeps von HTB (sie hatten inzwischen Gefallen an der Partie gefunden), war das Spiel jedoch stets unter Kontrolle. Das 2. Viertel wurde mit 2 Punkten, und das 3. Viertel mit einem einzigen Pünktchen gewonnen. Das abschließende 4. Viertel, in dem von der Anzeigetafel zeitweise gar ein 24-Punkte-Vorsprung abgelesen werden konnte, beendeten die beiden Teams mit einem kontrollierten Unentschieden.
Endstand nach dieser fair verlaufenen Sonntagsnachmittagspartie: 70:56.

Insgesamt war eine ordentliche Teamleistung zu bemerken, mit erkennbarem Potential zu komplexeren Verteidigungstechniken. Die Freiwurfquote von 29% sollte an dieser Stelle eigentlich verschwiegen werden. Wenn man bei einer guten Teamleistung überhaupt einzelne Spieler herausstellen kann, dann ist sicherlich Axel H. zu erwähnen, der nun auch zum erlauchten Kreis der Topscorer erhoben wurde; und Malte S., der nach langer Pause ein hervorragendes Comeback feiern konnte. Negativ ist jedoch aufgefallen, dass „Karrrsssten“ möglicherweise auch im Urlaub war. Allgemeiner Konsens unter den durstigen Kehlen nach dem Spielende war, dass die „Karrrsssten“-Urlaubsvertretung künftig besser geregelt werden müsse!

Alle Viertelergebnisse im Überblick: 22:11, 17:15, 15:14, 16:16.

Alle bejubelten OLD-BOYS: Axel H. (16, 1F), Malte S. (9, 1/2, 2F), Oliver R. (9, 1x3er, 0F), Peter T. (9, 1/3, 2F), Gunnar K. (6, 0F), Alec F. (4, 0F), Daniel C. (4, 0/2, 3F), Dirk P. (4, 4F), Florian K. (4, 1F), Volker K. (3, 1x3er, 1F), Holger M. (2, 3F), Dirk A. (0F), Ulises S. (Headcoach).

Die Ü35-Gemeinde freut sich bereits auf die nächste Begegnung: Am 25.03. bei SGHB2 in Harburg wird es zu einem echten Endspiel kommen. Den in eigener Arena sicherlich favorisierten Harburgern würde ein 15-Punkte-Sieg reichen, um dem amtierenden Ü35-Meister die Krone zu entreißen. Kiekt wi mol.

Time-Out: Coach Ulises S. erklärt einige neu erlernte Tanzschritte aus seinem Urlaub.

Time-Out: Coach Ulises S. erklärt einige neu erlernte Tanzschritte aus seinem Urlaub.

Mar 112012
 

Bericht von Thomas Jung.

Auch wenn noch zwei Spieltage zu bestreiten sind, es steht jetzt bereits fest:
SCALA wird die Tabellenführung in der Damen-Oberliga bis zum Schluss behaupten!

Herzlichen Glückwunsch an das Team von Gitta, das heute um 13:00 Uhr mit mir als Vertretungscoach in Quickborn antrat.

Um 12:15 Uhr trafen wir uns in der Halle. Emily und Bianca waren verhindert. So sollten die übrigen acht Spielerinnen die vorzeitige Meisterschaft sichern. Doch zunächst fehlte uns Ilka, die um 12:15 Uhr pünktlich in Quickborn – jedoch nicht in Bönningstedt – samt Trikots und Spielerpässen vor Ort war. Per Handy erreichte uns die frohe Botschaft, dass nur noch 10 Minuten Fahrt zwischen den Hallen liegen würde. So fand die Teambesprechung zunächst mit den anwesenden sieben Spielerinnen statt. Die Stimmung war gut, die Erwartungen an das Match wurden formuliert und auch die Frage, wer nach dem Spiel noch mit zu McDonald’s kommen würde, wurde beantwortet. Mit dem Schlusswort betrat Ilka die Kabine, und so konnte es losgehen: Umziehen, aufwärmen und Basketball spielen.

Das erste Viertel verlief ausgeglichen. Quickborn behauptete sich klug gegen die noch nicht aggressiv genug gespielte Ganzfeldverteidigung der Alstertalerinnen. 23:20 Führung für BBCQ nach dem 1. Viertel.

So lautete die Devise für das 2.Viertel, „den Druck in der Verteidigung zu erhöhen und im Angriff kluge Entscheidungen zu treffen“. Das gelang phasenweise gut, so dass die SCALA bis zur Halbzeit einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnten. Mit dem Halbzeitpfiff traf Jojo zur 34:31-Führung. Das 2. Viertel ging also mit 14:8 an uns. Etwas erleichtert, aber trotzdem noch nicht zufrieden, vor allem mit der Wurfquote im Angriff, ging es in die Kabine zur Besprechung. Erneut wurde vereinbart, die Verteidigungsleistung zu verbessern und die Quickbornerinnen, die eine hohe Trefferquote im Abschluss gezeigt hatten, über die Ganzfeldpresse „müde“ zu spielen.

Doch dieses Vorhaben gelang zunächst nicht: BBCQ zeigte sich nervenstark und sicher im Abschluss, sowohl im 1-gegen-1, als auch aus der Distanz. Unsere Würfe fielen hingegen nur wechselhaft durch den Ring. Frust drohte aufzukommen. Ein technisches Foul gegen Nora, die nach Aussage des Schiedsrichters bei einem 1-gegen-0-Korbleger des BBCQ „Buh“ gerufen haben soll, ließ die Gastgeberinnen durch zwei erfolgreiche Freiwürfe (Quote BBCQ bis dahin 9 von 10) mit 44:38 in Führung gehen, die sie bis zum 50:42 in der 8. Minute sogar ausbauen konnten. Nach einer Auszeit, in der festgestellt wurde, dass der Druck in der Verteidigung unbedingt erhöht werden müsse und in der an das Zutrauen aus der Distanz zu werfen appelliert wurde, traf Tanja endlich einen Dreipunktewurf. Auch Jessi konnte nach guter Verteidigungsarbeit im Vorfeld einen Korbleger versenken, ehe der Pfiff zum Viertelende ertönte. 50:47 für die Gastgeberinnen, die das 3. Viertel mit 19:13 gewannen.

Das 4. Viertel war zunächst nicht schön anzusehen. Viele Fehler im Passspiel bestimmten das Spiel, so dass bis zur 5. Minute lediglich ein Korb durch den BBCQ notiert werden konnte. Trotz Kampfesgeist wollten unsere Würfe nicht durch den Ring fallen. So wurde noch einmal gewechselt. Ilka, Marina, Nora, Lilly und Jojo waren nun an der Reihe, die Wende noch irgendwie gemeinsam zu schaffen. Während die Bank lautstark anfeuerte, platzte am Ende der 5. Minute der Knoten im Angriff: Zunächst traf Marina gegen die stabile Zone einen Dreier. Nach anschließendem Ballgewinn scorte Lilly – ebenfalls von außen. Es folgte eine Auszeit, Zwischenstand 52:52. Nach erneut guter Verteidigung mit Steal einem exzellenten Pass von Lilly nach außen zu Nora, traf diese von der Dreierlinie. 55:52 – Führung!!! Das Ziel, die Gastgeberinnen müde zu spielen, schien nun aufzugehen. Hellwach und mit der Einstellung, unbedingt siegen zu wollen, fing Ilka den nächsten Einwurf des BBCQ direkt ab und verwandelte zum 57:52. Quickborn kämpfte weiter, traf jedoch den nächsten Abschluss nicht. Somit erhielten wir in der 8. Minute erneut den Ball, spielten den Angriff aus, bis sich Marina erneut ihrer Stärke besann und mit einem Dreipunktewurf zum 60:52 verwandelte. Während die Fans noch jubelten, traf BBCQ zum 54:60. Nun gehörte der letzte Angriff uns. Nach erneut gutem Passspiel cuttete Marina in die Zonenmitte, erhielt dort einen guten Pass und schloss mit erfolgreichem Hakenwurf ab. Endstand 62:54 für SCALA.

Der Jubel und die Erleichterung waren groß, die Meisterschaft gesichert!
Nochmals herzlichen Glückwunsch an das Team und viele Grüße an Gitta!

Es spielten:
Tanya (5, 1×3, 2:4), Anni, Jessi (5, 1:2), Ilka (5, 1:2), Marina (11, 3×3), Jojo (13, 1:2), Lilly (14, 2:2), Nora (9, 1×3)

Feb 262012
 
3. Viertel: ein weiterer Treffer für die Punktesammlung.

3. Viertel: ein weiterer Treffer für die Punktesammlung.

Die hervorragenden Leistungen der OLD BOYS in der Vergangenheit wurden am letzten Samstag (25.02.2012) mit einer Prime-Time-Ansetzung in der Lüttkoppel-Arena gewürdigt. Zu Gast waren die letztjährigen, direkten Konkurrenten auf die Ü35-Meisterschaft; die „Uncoachables“ vom MTV Treubund Lüneburg. Offenbar von Personalsorgen geplagt, erleben diese jedoch derzeit leider eine eher durchwachsene Saison, und traten auch am Samstag ohne mindestens einen ihrer gefürchteten Scharfschützen an. Aber auch die OLD-BOYS-Festung musste ohne ihren wehrhaftesten Turm auskommen, da Stephan „Papi“ M. anderweitige väterliche Verpflichtungen wahrnehmen musste.

Bevor diese sehr fair verlaufene und von den Schiris recht ordentlich geleitete Begegnung allerdings angepfiffen wurde, mussten die OLD BOYS noch einige Aufgaben lösen:
Eine erneute Rechenschwäche am vorherigen Trainingstag führte zu 13 höchstmotivierten, spielbereiten OLD BOYS, die das SCAL-Trikot überstreifen wollten. Da zwar für so viele OLD BOYS durchaus genügend Platz auf der Auswechselbank zur Verfügung stand, jedoch nicht auf dem Anschreibeblock, widmete sich Ulises S. ausschließlich dem Coaching und verzichtete somit auf das Körbewerfen. Nachdem er außerdem eine kurze Phase der Hell-Dunkel-Schwäche überwunden hatte, durften die OLD BOYS ganz in weiß auflaufen. Auch der „Lüneburger“ OLD BOY Olli hatte letztlich noch den Weg durch den Elbtunnel gefunden, musste sich jedoch mit dem übrig gebliebenen XXL-Trikot Nr. 15 zufrieden geben. Das gehört normalerweise „Papi“, und somit traut sich niemand, dieses zu berühren. Aber die Nachthemd-Ausmaße hatten glücklicherweise keine signifikant negativen Auswirkungen auf seine Treffsicherheit; steuerte er doch am Ende sogar so viele Punkte bei, wie seine Rückennummer schon von vornherein versprach.

Die ersten Punkte der Partie gelangen zunächst aber den Gästen aus Lüneburg. Allerdings blieb das Spiel nur bis in die 3. Minute hinein ausgeglichen. Nun hatten sich die Wurfhände der OLD BOYS endlich auf Wurfgerät und bevorzugtes Ziel kalibriert, so dass die OLD BOYS poco-a-poco die Kontrolle über das Spiel erlangten. Die Belohnung war das 21:14 am Ende des 1. Viertels.
In der ersten Hälfte des 2. Viertels mussten sich die OLD BOYS durch eine Leistungsdelle hindurch kämpfen. In dieser Phase gelang es MTVL insbesondere ihre Nr. 13 und 14 erfolgreich ins Spiel zu bringen, so dass sie sogar auf 2 Punkte heranrückten. Eine Auszeit bewirkte da Wunder, und die OLD BOYS nahmen das Heft wieder in die Hand, ließen überhaupt keine gegnerischen Feldkörbe mehr zu, und kamen schließlich doch noch zu einem 24:12-Viertelgewinn.
Das 3. Viertel entpuppte sich dann als eines der besten Viertel, die man bisher von den OLD BOYS genießen durfte. Der Korb der OLD BOYS fing schon an, sich zu langweilen; musste er doch lediglich 5 gegnerische Punkte akzeptieren, während sein Kollege von Gegenüber im Dauerbetrieb war. Das Viertel endete 23:5.
Das 4. Viertel nutzten die OLD BOYS zum fleißigen Durchwechseln, und noch immer zum weiteren Ausbau der Führung. Die kurz vor Schluss erreichte höchste Führung von 48 Punkten wurde allerdings zum Ende noch ein wenig kosmetisch korrigiert.
Endstand: 87:43, wobei die OLD BOYS im Verlaufe der gesamten Begegnung durch ein sehr schnelles Umschalten zwischen Offense und Defense brillierten, und letztere sehr konzentriert umsetzten. Die anwesenden Fans sahen einen Haufen wirklich rápido vorgetragener Fast-Breaks, die sich durch anti-zi-pier-tes Passabfangen, aber noch mehr durch effizientes Stören des jeweiligen Dribblers ergaben.
Die OLD BOYS halten also weiterhin ihren Erfolgskurs ein.

So wurde das Spiel vom Gegner gesehen: KLICK HIER!

Alle Viertelergebnisse im Überblick: 21:14, 24:12, 23:5, 19:12.

Die OLD-BOYS-Stats gemäß Spielberichtsbogen: Götz P. (23, 1/2, 2x3er, 2F), Oliver R. (15, 3/4, 2x3er, 0F), Daniel C. (14, 3F), Volker K. (7, 1x3er, 2F), Florian K. (6, 0F), Peter T. (6, 0/1, 3F), Gunnar K. (4, 2F), Holger M. (4, 0F), Dirk A. (3, 1x3er, 1F), Dirk P. (3, 1/2, 3F), Axel H. (2, 5F), Dirk Sch. (3F), Ulises S. (Coach).

Feb 192012
 

Eine OLD-BOYS-Reisegruppe machte sich am 18.02.2012 vom Alstertal ins Marienthal auf. Spielstätte war der legendäre „Mari-Dome“; eine Standard-60er-Jahre-Schulsporthalle mit in unterschiedlicher Höhe aufgehängten Körben, und einer Spielfläche, der offenbar irgendein Spaßvogel die moderne Basketball-Bestreifung verpasst hatte. Die beiden 3-Punkte-Linien verschwinden recht eigenwillig bereits jeweils 3 Meter vor der Grundlinie in der Spielfeldbegrenzung, so dass 3-Punkte-Würfe von der Seite eigentlich nur vom Geräte- und Umkleideraum heraus abgefeuert werden können. Spiel auf engstem Raum bekommt in dieser Arena eine ganz neue Qualität.
Aber es handelt sich quasi um das Wohnzimmer vom SV St. Georg, in dem den OLD BOYS in der Vergangenheit stets nur mühsame Arbeitssiege sowohl gegen STG als auch HTB gelangen. Siege mit mehr als 5 Punkten Vorsprung waren den OLD BOYS hier bisher nicht vergönnt, so dass der Begriff „5-Punkte-Fluch-Halle“ bereits zum geflügelten Wort wurde. Dieser Fluch sollte nun endlich gebrochen werden!
Doch dass dies kein nachmittäglicher Spaziergang durch das Marienthal wird, war allen bewusst; denn neben SGHB2 und den SCAL OLD BOYS gehört St. Georg zu den einzigen Ü35-Teams, die derzeit ein positives Korbpunktekonto aufweisen können. Zudem sind die St. Georgier insbesondere auf den Centerpositionen ebenfalls sehr gut besetzt.

Los ging’s im 1. Viertel mit einer von Coach Ulises S. verordneten Halbfeldzonenpresse mit anschließender 3-2-Verteidigung, was den gegnerischen Angriff schon sehr früh stören sollte. Jedoch kam STG zunächst besser ins Spiel; die Präzisionsschützen der OLD BOYS kamen zwar in aussichtsreiche Wurfsituationen, jedoch der gegnerische Korb verweigerte die Annahme. Irgendwie wurde das Viertel dann doch noch mit 16:12 gerettet.
Im 2. Viertel erwischte erneut STG den besseren Start, und glich schließlich aus, und es entwickelte sich eine Partie mit ständigen Führungswechseln. STG hatte inzwischen die verletzliche Schwachstelle der OLD-BOYS-Defense ausgemacht, und bediente ihre teilweise nahezu freistehenden Center unter dem Brett mit gezielten Pässen (Die Nr. 8 und 15 erzielten am Ende 54% der gesamten STG-Punkte).
Der knappe Verlauf dieser Partie führte zu phasenweise recht körperbetonter Spielweise auf beiden Seiten. Der einsam allein pfeifende Schiri war nicht unbedingt zu beneiden; konnte er doch naturgemäß nicht alle unrechtmäßig eingesetzten Ellenbögen und ähnliches erkennen. So etwas erhitzt natürlich die Gemüter, feuert die Quengeleien gegenüber dem Schiri an, und geht bis hin zu lauten Nörgeleien zwischen den beiden Teams. Mit sinkendem, entgleitendem Verbalniveau sank auch das Spielniveau. Gut, dass endlich bei einem Stand von 30:30 zur Halbzeitpause geläutet wurde.
Der sonst so ruhige und gelassene Götz „kochte und war ungenießbar“, und appellierte in seiner Kabinenansprache eindringlich an das Team, die Diskussionsfreude wieder durch Spielfreude zu ersetzen. Es ist zwar nicht bekannt, ob der Gegner eine ebensolche Ansprache erfuhr; jedoch ging STG mit 2 „T“s und einem unsportlichen Foul im Verlaufe der Begegnung in den Samstagabend.
Im 3. Viertel durften die OLD BOYS nun auf den etwas höher angeschraubten Korb werfen, was ihnen möglicherweise besser lag. Mit einem 12:0-Sweep, der nur durch eine eilig einberufene Auszeit des Gegners gestoppt werden konnte, leiteten sie die deutliche Wende ein. Diese Phase war sicherlich letztlich entscheidend für den Sieg der OLD BOYS, die offenbar ihre Treffsicherheit wieder gewonnen hatten.
Frei nach dem Basketball-ABC-Leitspruch „Spiele werden in der Defense gewonnen“ dehnten die OLD BOYS ihre häufig wechselnde Defense in der 2. Hälfte des 4. Viertels sogar zu einer „Full-Deny-Full-Court-Man-To-Man-Pressure-Defense“ aus. Das war zugegebenermaßen in dieser Spielklasse sicherlich nicht nur für STG ein Novum, fühlte sich aber einigermaßen ansehnlich an, und erzeugte noch zwei 9:0-Sweeps, wobei STG ab der 7. Minute gar nicht mehr am Punktesammeln teilnahm.
Endstand 86:54 … 5-Punkte-Fluch gebannt, gebrochen und bezwungen!

Alle Viertelergebnisse im Überblick: 16:12, 14:18, 27:11, 29:13.

Alle beteiligten OLD BOYS: Oliver R. (15, 1/1, 2F), Daniel C. (14, 4/9, 3F), Götz P. (11, 1/4, 2F), Dirk P. (10, 2/6, 3F), Axel H. (8, 4/4, 2F), Dirk A. (7, 1x3er, 0F), Florian K. (7, 1/2, 2x3er, 0F), Stephan M. (5, 1/2, 3F), Ulises S. (5, 1/4, 1F), Gunnar K. (2, 0F), Horacio H. (2, 3F), Peter T. (2F).

So wurde das Spiel vom Gegner gesehen: KLICK HIER.

Time-Out ... OLD BOYS vs St. Georg

Time-Out: OLD BOYS versammeln sich um Coach Ulises S. und lauschen aufmerksam

Feb 072012
 

Bericht von Mutlu Guven

1. Viertel
Nach einem eher schwachen Start im Spiel ging in der Defense erstmal nichts und in der Offense somit auch nichts. Nach dem verlorenen Jump fiel der erste Korb innerhalb von Sekunden. Während wir noch dabei waren, uns an den Gegner anzupassen, fingen die schon an die Bälle am Stück zu versenken. Kein Wunder, denn wir hatten noch nicht mal unsere Männer verteilt. Immerhin konnten wir sechs Körbe machen.

2. Viertel
Nach einer Standpauke vom Trainer konnten wir dann doch endlich “verteidigen”; aber erst ab der achten Minute, nachdem wir die Verteidigung angesagt hatten, konnten wir die Gegner in Schach halten.

3. Viertel
Wir sind wie ein Motor. Wir müssen erst richtig warm werden bis wir auf Hochtouren kommen. Die Defense arbeitete richtig. Die Offense ist schnell nach vorne gelaufen. Wir haben schnell umgeschaltet. Alles ging gut, aber wir haben die Korbleger nicht hinbekommen.

4. Viertel
Es wurde immer schwerer, weil wir aus der Reserve gespielt haben. Es gab auf beiden Seiten viele Fehler. Doch wir konnten so gut wie nichts verwerten, obwohl die Gegner schlechte Pässe gespielt und sogar ein Offense-Foul begangen haben.

Am Ende war es ein relativ gutes Spiel, aber mit viel Luft nach oben.

Endergebnis: HNT 75 : SCAL 43

Gespielt haben: Ben (0), Hermann (0), Timo (10), Fabian (3), Simon (0), Min-Sae (0), Mutlu (4), Frederik (3), Gianluca (11), Tom (4), Valentin (0), Emmanuel (8).

Feb 052012
 

Problemwadenzerrungsgeplagter, Achillissehnengeschädigter, Cut-am-Auge-Trainingsopfer, Im-Elbtunnel-Stau-Steher und hochgradig Erkältungssaisonbetroffener … Hierbei handelt es sich um einige der OLD BOYS, die am Samstag (04.02.2012) in der Timmerloh-Arena zum auflaufenden Spielerkader gehörten.

Ausgetrickste OLD-BOYS-Defense im 3. Viertel

Ausgetrickste OLD-BOYS-Defense im 3. Viertel

Volker K., der für den abwesenden Headcoach Ulises S. einsprang, wollte diese Partie nur von der Seitenlinie aus genießen, und sich ausschließlich dem Coaching widmen; hatte er doch die vorherige Nacht fleißig damit verbracht, an einer ausgeklügelten, neuen Verteidigungstaktik gegen SGHB1 zu feilen, die sowohl effektiv sein sollte als auch mit einfachen Worten und selbsterklärenden Strichen auf dem Taktikbrett von OLD BOYS rasch begriffen werden sollte.
SGHB1 konnte bekanntlich im Hinspiel recht deutlich mit 95:46 geschlagen werden. Dementsprechend hoch waren also auch die Erwartungen an dieses Rückspiel, und hüben wie drüben ging im Grunde keiner der Beteiligten ernsthaft von einem überraschenden Spielverlauf aus. Somit bot diese Begegnung Raum für häufiges Durchwechseln sowie einige personelle und taktische Experimente.

Im von Coach Volker K. verordneten Taktikprogramm stand schwerpunktmäßig eine Halbfeld-Zonenpresse auf der Tagesordnung, die tatsächlich in den ersten beiden Vierteln sehr erfolgreich den gegnerischen Aufbau störte, und nicht selten zu wertvollen Ballgewinnen führte. Die Zonenpresse wurde sogar noch effektiver, als das Schiri-Gespann letztlich doch noch die Mittellinie aus dem Linienwirrwarr in der Halle identifizieren konnte, und folglich illegale Rückwärtsbewegungen des Gegners endlich abpfiff. Als dann noch das Three-Pointer-Animal Dirk A. von der Kette gelassen wurde, durften die jungen Damen vom Kampfgericht auch mal das Einkringeln von Trefferpunkten üben.
Nach insgesamt hervorragender Teamleistung gingen die OLD BOYS letztlich mit einer sehr anständigen 51:25-Führung in die Halbzeitpause.

Die Aussicht auf eine dreistellige Punktezahl am Ende, und die recht überschäumenden Planungen, wer denn in diesem Fall einen „Karrrsssten“ spenden solle, stellten sich jedoch als verfrüht heraus, und bekamen im 3. Viertel einen herben Dämpfer. Lag man in der Anfangsphase dieses Viertels noch mit 28 Punkten vorne, so hielt urplötzlich der Schlendrian Einzug. Wenig Bewegung im Spiel der OLD BOYS war zu beobachten, sowohl in der Defense als auch Offense. Phasenweise bewegten sie sich wie zu Trainingszwecken aufgestellte Pappkameraden, um die der Gegner nur herumzudribbeln brauchte. Infolgedessen wurde das Viertel gar mit 6 Punkten verloren. Die unvermeidbare Ansprache des Coaches wurde von den OLD BOYS durchaus verstanden, so dass sie daraufhin im letzten Viertel wieder die Initiative übernahmen. Das Spiel entschieden die OLD BOYS schließlich mit 92:64 für sich, und bleiben damit weiterhin die einzige ungeschlagene Mannschaft in der Ü35-Liga.

Alle Viertelergebnisse im Überblick: 19:11, 32:14, 17:23, 24:16.

Alle beteiligten OLD BOYS: Götz P. (20, 2/2, 2x3er, 1F), Oliver R. (15, 1x3er, 2F), Daniel C. (14, 4/7, 0F), Hubi Ö. [*] (13, 5/8, 3F), Dirk A. (11, 3x3er, 2F), Holger M. (6, 2F), Stephan M. (6, 2/5, 3F), Florian K. (4, 2F), Axel H. (1, 1/2, 3F), Gunnar K. (1, 1/2, 0F), Dirk Sch. (0/2, 1F), Volker K. (Coach).
( [*] nach rechnerischer Bereinigung eines Anschreibefehlers. )

Übrigens, wer mal alle OLD BOYS sehen möchte, klickt einfach HIER!

Jan 112012
 

Die alljährlichen „Regionalliga-Bestenspiele“, umgangssprachlich auch als „Hamburg Masters“ bezeichnet, und in eher kryptischer Form als „HSENIIIHM“ kodiert, wurden am Sonntag, 08.01.2012 mit dem entscheidenden Turnier ausgetragen. Nur das siegreiche Team würde sich für die Norddeutschen Meisterschaften qualifizieren.

Hatten die Very OLD BOYS im vergangenen Jahr noch eine bittere Lehrstunde erhalten, so setzten sie ihre Ziele diesmal deutlich höher. Man wollte zur Norddeutschen Ausscheidung nach Berlin.
Als Einstimmung trafen in der TALA-Arena zunächst die jeweiligen Gegner der OLD BOYS aufeinander. Halstenbek-Pinneberg (HAPI) begann an diesem Sonntagmittag deutlich ausgeschlafener als Walddörfer SV (WSV). Während sich WSV noch den Schlaf aus den Augen rieb, führte HAPI bereits mit 18:4, und das erste Viertel war bereits Geschichte. Nachdem WSV nun auch begann, sich am Spiel zu beteiligen, wurde die Begegnung jetzt auch für die angereisten Fans spannender. Jedoch behielt HAPI souverän die Kontrolle über das Spiel, und brauchte den Punkteabstand bis zum Ende nur zu verwalten. Endstand: HAPI-WSV 44:35.

Nun durften sich endlich die OLD BOYS präsentieren, und zwar gegen die inzwischen warmgelaufenen WSVer. Als Spiel auf Augenhöhe gestalteten sich die ersten beiden Viertel, die am Ende jeweils knapp zu Gunsten der OLD BOYS ausgingen, und zur Halbzeit zu einem 4-Punkte-Vorsprung führten. Die dadurch gestärkte Zuversicht der OLD BOYS wendete sich jedoch im 3. Viertel schlagartig und massiv in Richtung Verzweiflung. Es funktionierte bei den inzwischen gar nicht mehr verschlafen wirkenden WSVern alles; bei den OLD BOYS hingegen nahezu nichts mehr. Zwischen der 1. und 5. Minute mussten die OLD BOYS gar einen schmachvollen 0:12-Lauf über sich ergehen lassen. Das 3. Viertel wurde letztlich, auch aufgrund vieler Ballverluste, mit einem desaströsen 8:21 verloren. Der Spielstand von nun 36:45 ließ Böses ahnen. Jedoch rappelten sich die OLD BOYS erneut auf. Konzentriertere Defense und effektivere Offense ließen den gegnerischen Vorsprung peu-à-peu schmelzen. Eine Minute vor der Schlusssirene führten die OLD BOYS sogar wieder mit 55:53. Leider folgte eine weitere Minute mit unglücklichen Verteidigungsaktionen, und möglicherweise auch hier und da einem ebenso unglücklichen Pfiff der Männer in Grau. Diese letzte Minute entschied WSV an der Freiwurflinie für sich. Endstand: WSV-SCAL 57:55.

Alle Viertelergebnisse: 11:9, 17:15, 8:21, 19:12.

Mit dieser Niederlage in den Köpfen und Knochen mussten die OLD BOYS unmittelbar anschließend gegen das inzwischen ausgeruhte HAPI-Team auflaufen. Noch war nichts verloren … das Spiel musste lediglich mit 13 Punkten gewonnen werden, oder waren es nur 7, oder doch 11? Zumindest kursierten unterschiedlichste Zahlengerüchte zwischen 6 und 13. An dieser Stelle soll nochmals für alle Beteiligten offiziell unter Anwendung höherer Basketballmathematik bestätigt werden, dass lediglich ein 6-Punkte-Vorsprung zum Gewinn des Turniers notwendig war.
Los ging’s … die blendend aufgelegten Jungs von HAPI wollten sich jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, und legten mächtig los. Die OLD BOYS hingen im Verlaufe der ersten beiden Viertel einem stetig wachsenden HAPI-Vorsprung hinterher. Zu Beginn des 3. Viertels meldete die Anzeigetafel ein ebenso deutliches, wie desolates 21:36 … 15 Punkte hinten, obwohl man doch eigentlich 6 Punkte vorne liegen wollte. Doch urplötzlich bot sich dem staunenden Publikum eine spielerische Auferstehung der OLD BOYS. Mit einer so noch nie gekannten Moral und bärenstarker Defense-Teamleistung rissen sie das Spiel wieder an sich, hielten den Gegner im 3. Viertel auf lediglich 4 Punkten, und setzten ihren Lauf bis zur Hälfte des 4. Viertels fort. Den OLD BOYS gelang es zu diesem Zeitpunkt mit sogar 45:38 in Führung zu gehen … 7 Punkte Vorsprung! … mit diesem Ergebnis wären die OLD BOYS Turniersieger geworden! Leider besann sich der HAPI-Scharfschütze (Nr. 6) in der Schlussphase wieder auf seine Präzisionstreffer, so dass der Vorsprung auf ein einzelnes Pünktchen schmolz. Endstand: SCAL-HAPI 48:47.

Alle Viertelergebnisse: 10:13, 11:21, 15:4, 12:9.

HAPI kann damit „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ singen. (nur 3 Punkte mehr im Spiel gegen WSV, und der Song wäre aus den Kehlen der OLD BOYS gekommen ;-).
Auch wenn dies nun den OLD BOYS verwehrt blieb, waren es für die mitgereisten Fans sicherlich spannende Spiele, bei denen man OLD BOYS zu sehen bekam, die sich selbst in nahezu aussichtsloser Lage mit großartiger Teamleistung ins Spiel zurückgekämpft haben.

Die Moral von der Geschicht, unterschätz die Moral der OLD BOYS nicht!

Hier sind alle Very OLD BOYS, die am Sonntag Hallenluft geschnuppert haben: Axel H., Dirk Sch., Götz P., Gunnar K., Hubi Ö., Merih D., Ole T., Peter T., Stephan M., Thorsten K., Ulises S., Volker K.

OLD BOY Ulises auf “Kuschelkurs” mit dem Gegner

OLD BOY Ulises auf “Kuschelkurs” mit dem Gegner